"Fahrt ins Blaue" Volumsprozent in Hülle und Fülle
Unsere „Fahrt ins Blaue“ führte 69 Biberbacher SeniorInnen am Vormittag nach Waidhofen/Y. zur Fassbinderei Schneckenleitner. Paul und Lisa Schneckenleitner führten uns durch ihren Betrieb. Bereits bei der Schlägerung wird auf den richtigen Zeitpunkt geachtet, der Stamm sollte keine Äste haben, dann wir er gespaltet und zwischen 3 und 7 Jahren, bei sehr großen Fässern bis zu 10 Jahren gelagert. In der neuen Produktionshalle wurden durch schallhemmende Akustikdecken mit viel Holz angenehme helle Arbeitsplätze geschaffen. Beim Zuschnitt der Dauben muss auf höchste Präzision geachtet werden damit das Fass auch dicht ist. Wir konnten beim toasten und beim Aufbau eines Fasses zusehen. Da die Fässer weltweit verkauft werden, war sehr interessant, dass bei der Auslieferung ganz genau auf die klimatischen Verhältnisse des Empfängerortes geachtet wird, es macht einen großen Unterschied ob das Fass in einen kühlen, feuchten Keller im Weinviertel kommt oder in einen trockenen im heißen Australien. Zum Abschluss konnten wir bei einer Weinverkostung den Unterschied zwischen einem Jungen, einem Zweigelt und einem Cuvee im Barriquefass gereift, auch schmecken. Bei herrlichem Sonnenschein ging es dann zum Mittagessen in das GH Lagler auf den Sonntagberg. Nachmittags besuchten wir die Mälzerei & Whisky Destillerie Farthofer in Biberbach. Josef Farthofer und sein Sohn führten uns durch die neu errichtete Betriebsstätte. Besonders beeindruckend ist die Mälzerei. Damit Getreide gebrannt werden kann muss zuerst die Stärke in Zucker umgewandelt werden, das Korn wird zum Keimen gebracht – Grünmalz entsteht, das dann durch Schwelken und Darren haltbar gemacht wird. Malze werden aus vielen verschiedenen Bio-Getreidearten erzeugt und weltweit verkauft. Bio, Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft wird groß geschrieben, so wird aus altem Schwarzbrot, aus Karotten-Wunderlingen – Brot- bzw. Karotten-Schnaps erzeugt. Die Schlempe aus dem verarbeiteten Getreide und Obst wird als Viehfutter oder Dünger weiterverwendet. Energie wird mit der Photovoltaikanlage und der Hackschnitzelheizung erzeugt. Das Wasser zum Schnapsbrennen kommt aus der familieneigenen Quelle aus dem eigenen 12 ha großen Naturschutzgebiet im Mühlviertel. Josef Farthofer hat ein sehr beeindruckendes Unternehmen aufgebaut, sein Motto: „Vom Feld in die Flasche“. Bei der anschließenden Verkostung konnten wir uns von der ausgezeichneten Qualität seiner Produkte überzeugen.

